Hass oder Hoffnung? Entscheide dich!

Seit Tagen habe ich das Bedürfnis wieder was zu schreiben und immer wenn ich mir meinen Rechner zur Hand nehme, bin ich wie blockiert und könnte vor Verzweiflung explodieren. Dabei gibt es zur Zeit so viele Dinge die mich beschäftigen und die es mir unmöglich machen, mein Leben in gewohnter Weise fortzuführen. Was tut man also, wenn man so viel zu sagen hat, es aber nicht zu Papier oder Gehör bringen kann? Ich habe mich dazu entschieden genau jetzt in diesem Moment alles aufzuschreiben was mir durch den Kopf geht. Ich bin in erster Linie schockiert und auch ein wenig persönlich beleidigt in welcher Art und Weise die heutigen Menschen miteinander umzugehen pflegen. Wie kann ein Mensch, der mich noch nie in meinem Leben persönlich kennen gelernt hat, solch abgrundtiefen Hassen meiner Person gegenüber empfinden? Andererseits gibt es ja auch Menschen die mich und die Dinge die ich tue gut finden, obwohl sie genau wie ihre negativen Gegenexemplare auch, mich niemals von Angesicht zu Angesicht getroffen haben. Mit wachsender Öffentlichkeit mehren sich auch die kritischen Stimmen und diese gehen weit über die übliche Kritik hinaus. Auf einmal wollen sich meine männlichen Geschlechtsgenossen mit mir messen und packen ihre Teils unterentwickelten Genitalien zum Schwanzvergleich mit mir aus. Meine Männlichkeit, die natürlich nur durch ein persönliches Treffen und eine darauf folgende Prügelei unter beweis gestellt werden kann, wird in Frage gestellt. Hauptschulabgänger provozieren Verbalgefechte auf meiner Pinnwand und werden meinen Freunden gegenüber beleidigend weil sie, zu beschränkt in ihrer Wahrnehmung, nicht in der Lage sind einen Dialog zu führen der auch Sinn macht. Ich habe so oft versucht zu betonen, dass ich die Menschen gerne überzeugen möchte und nicht bekämpfen aber viele sehen darin keinen Unterschied und so geben sie dir die Hand während sie hinter ihrem Rücken schon mit dem Finger am Abzug spielen. Ich weiß, ich polarisiere und ich weiß, ich provoziere. Ich werde aber niemals persönlich, solange ich nicht selbst in meiner Person angegriffen werde. Nichtsdestotrotz demontiere ich Blender, Hater, gefakte Intellektuelle, Rassisten, Fundamentalisten, Schwätzer, Proleten und all die anderen getürkten Randexistenzen mit Profilneurose zu gerne auf meiner Pinnwand verbal. Jeder der seine Meinung in der Öffentlichkeit kund tut, sollte auch gezwungen werden sein wahres Gesicht zu zeigen. Bei den meisten langen zwei gut gesetzte Kommentare um ihren dunklen Charakter hinter der blinkenden Facebook-Reklame-Tafel zum Vorschein zu bringen. Andere wiederum sind gut. Sehr gut sogar. So gut, dass sie sich ihres Könnens bewusst sind und täglich tausende von ihren FB-Jüngern manipulieren. Wenn ich die letzten Jahre tatsächlich etwas hassen gelernt habe, dann sind das Menschen die ihrer Umwelt nichts Positives mehr entgegen zu bringen haben. Auch ich bin innerlich jeden Tag aufs neue zerrissen, wenn ich die Nachrichten sehe, die Artikel über Krieg, Mord und Vergewaltigung lese oder in Berlin wieder mal ein Kind und ihre Mutter einem „Ehren“Mord zum Opfer gefallen sind. Ehre und Stolz sind sowieso Begriffe die in den letzten Jahren von uns förmlich trocken gefistet wurden aber das soll heute nicht mein Thema sein. Was ich zu vermitteln versuche ist, dass wir der letzte Schutzwall für unsere Kinder sind, die sie noch Menschlichkeit und Mitgefühl lehren können, anstatt Profitgier und Ruhm als oberste Maxime unserer Gesellschaft zu glorifizieren. Höflichkeit statt Egoismus. Helfen anstatt Abzocken! Auch ich würde mich gerne auf den Schwarzmarkt begeben und Ausschau nach waffenfähigen Plutonium halten um das ISIS-Problem zu beseitigen aber das wäre nicht die Lösung. Wir werden untergehen und das ist sicher! Solange Vergeltung und nicht Vergebung unser Verhalten bestimmt, solange werden wir uns weiterhin für weit weniger als für ein Stück Land, Öl oder Ruhm gegenseitig die Kehlen aufschlitzen.

Können wir nicht einfach lieb zueinander sein???  Ab und an ist eine pädagogische Schelle von Nöten und unabdingbar  aber die Art und die Qualität der Gewalttaten steht einfach in keiner Relation mehr zu unserer Menschlichkeit und unserem Mitgefühl. Ich habe keine Partei, keinen Fernsehsender oder eine auflagenstarke Zeitung um die Menschen zu beeinflussen aber ich kann die Menschen in meinem Umfeld zu Denkanstößen anregen und versuchen sie zu inspirieren. Und ihr könnt das auch! Wenn jeder meiner Freunde nur zwei seiner Freunde zu einem besseren Verhalten motivieren könnte, würde eine Welle der Höflichkeit und Hilfsbereitschaft durch dieses Land rollen und ich weigere mich vehement zu akzeptieren, dass diese Welt nur noch kalt und böse sein soll, denn das Gegenteil beweisen mir meine Herzmenschen jeden Tag aufs Neue. Dafür danke ich euch von ganzem Herzen!

Heute mache ich es kurz und schmerzlos und beende meinen Blog genau so abrupt, wie ich ihn auch begonnen habe mit den Worten von John Niven:

SEID LIEB!!!

Peace,

Euer Senay