Neue Tasche für den Alltag


Immer wieder nähe ich Taschen als Geschenk für meine Freunde und Bekannten. Diesmal konnte bzw. musste ich mich selbst beschenken.

Meine „alte“ Tasche für die Arbeit und den ganz normalen Alltag hatte mehr oder weniger den Geist aufgegeben, also musste eine neue her!

Angefangen hat alles mit einem Einkauf bei Stoff & Stil in Berlin, wo ich auf dieses schöne Wildlederimitat gestoßen bin, das den Boden der Tasche bildet. Fast daneben fand ich einen „Rest“ (immerhin noch fast 2m) eines schönen Polyester-Popelin in staubgrün und nach etwas Suchen auch den Futterstoff. Da ich die Karabiner, D-Ringe und Co. unbedingt in Gold oder Altmessing haben wollte und in Berlin nicht fündig wurde, bestellte ich diese im Internet.

Der Taschenschnitt durfte nicht zu groß und nicht zu klein sein. Ein Schreibblock musste darin Platz finden. Also machte ich mich zunächst daran, ein eigenes Schnittmuster zu erstellen. Dann viel mir aber ein, dass ich schon seit längerem ein Schnittmuster in meiner Merkliste hatte, das gut passen könnte. Also wieder einen Gang zurückgeschaltet und geschaut, ob das gute Stück mit meinen Wunschmaßen übereinstimmte. Und siehe da, alles passte. So musste ich nicht weiter hin- und herrechnen, sondern konnte zügig mit dem Nähen beginnen.


Nur ein paar Kleinigkeiten habe ich an dem Schnitt der „Tasche Berit“ verändert:

Beim Bodenteil habe ich unten die Nahtzugabe weggelassen und es dafür im Bruch zugeschnitten. Außerdem habe ich nicht nur im Innenfutter die Reißverschlusstasche eingenäht, sondern auch am oberen Taschenteil außen. Dazu kamen innen noch eine normale Innentasche sowie in den Seitennähten ein kleiner Karabiner und ein Schlüsselring für TaTüTä, Schlüssel und Co. dazu. Auf die kurzen Gurtbänder habe ich zusätzlich noch etwas Kunstleder für ein hübscheres Aussehen aufgenäht.

Die Technik wie die RV-(Innen)tasche eingenäht wird, finde ich wirklich super. Ich habe das sonst immer anders gemacht, aber mit Frau Schnittes Anleitung geht es viel viel einfacher. Ich werde das bestimmt bei einigen anderen Taschen jetzt auch so machen.


Wichtig war mir auch, dass sie mit einem Reißverschluss komplett zu schließen geht. So wird nicht gleich alles nass, wenn es mal anfängt zu regnen. Hier ist es sogar etwas versenkt, was die Tasche noch hochwertiger wirken lässt.

Auch das lange verstellbare Gurtband ist recht praktisch, falls meine Fahrradkörbe mal wieder so gefüllt sind, dass meine Tasche keinen Platz mehr findet, kann ich sie quer über die Schulter tragen. Ansonsten kommen die beiden kurzen Griffe oft genug zum Einsatz.

FAZIT (nach fast zwei Wochen tragen):

Das war nicht das letzte Mal, dass ich dieses praktische Täschchen genäht habe. Das nächste Mal würde ich sie nur ein kleines bisschen vergrößern, denn durch den abgesenkten Reißverschluss passt von der Höhe her doch kein Schreibblock hinein. Das habe ich leider vorher nicht bedacht. Ansonsten begleitet sie mich im Moment auf Schritt und Tritt!

Bis zum nächsten Mal,

euer Fräulein Spätzekin